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Günther Passin

Unser langjähriges Mitglied und ehemaliger Kapellmeister , Professor Günther Passin, ist am 18.3.2014 verstorben. Unser Mitgefühl gilt den Angehörigen, insbesondere Ehegattin Erntraud mit Töchtern Veronika , Constanze und Philine.

Eine Würdigung ist hier einzusehen :

Würdigung Günther Passin


Als unser Kapellmeister Hans Strobl eines Tages im Jahre 1996 uns bei einer Probe einen
Freund, einen Oboisten, vorstellte, der beim anstehenden Weihnachtskonzert bei der
Bürgermusik St. Gilgen mitspielen wird, war Günther, obwohl er bereits
längere Zeit in St. Gilgen wohnte, den meisten von uns kaum oder noch gar nicht
bekannt.
Die anfängliche Skepsis von einigen, die sich vielleicht berechtigt die Frage stellten, warum so eine musikalische Koryphäe sich einer so schwierigen Aufgabe, Musiker mit Standardausbildung, quasi "Hobbymusiker" eine adäquate Ausbildung zuteil werden zu lassen, wandelte sich nach kurzer Zeit in Respekt und Freundschaft um, vor allem da Günther durch seine wertschätzende
und unkomplizierte Art sofort Zugang zu den Menschen gefunden hatte.

Bereits nach einem weiteren Jahr erarbeitete Günther mit uns zahlreiche
Musikstücke und dirigierte als Kapellmeisterstellvertreter bei unseren
Konzerten.
Durch sein musikalisches Wissen und seine pädagogischen Fähigkeiten sowie
durch seine Konsequenz bei der Probenarbeit steigerte sich das musikalische
Niveau in der Musikkapelle hörbar, er verstand es , aus uns "verschüttete" Fähigkeiten "herauszukitzeln" wie kein anderer.
Es zeigte sich, dass auch mit einer Blaskapelle und mit Hobbymusikanten
durch konsequente und einfühlsame Probenarbeit ein Niveau erreicht werden
kann, mit dem auch Günther halbwegs zufrieden war, wobei ich anmerken
möchte, dass ihm die „Piano“-Stellen doch noch sehr oft zu laut waren (obwohl wir uns redlich bemühten).

Als Günthers Vater seinen 90. Geburtstag feierte, organisierten wir einen
Ausflug nach Leipzig und gratulierten diesem zum Geburtstag mit einem
Ständchen. Auch dieser Ausflug wie auch die Aktivitäten in Leibzig, Stichwort "Spezialführung im Gewandhaus" usw... ist unzertrennbar mit den Erinnerungen an Ihn verbunden.

Es folgten noch weitere 6 Jahre in denen wir mit Günther als Oboisten und
Kapellmeister zahlreiche bemerkenswerte Konzerte aufführten, ehe sich dann
im Jahr 2006 die Wege von Günther und der Bürgermusik aus verschiedenen
Gründen wieder trennten.

Bei gegebenen Anlässen sprechen wir Musiker und Musikerinnen der Bürgermusik
oft über die die Zeit mit Günther und erinnern uns an seine Arbeit mit uns
und so mancher stellt fest, dass er erst durch Günther so „richtig zu
musizieren“ gelernt hat. Wird heute ein Wiener Walzer angestimmt, so spielt "Günther" noch immer mit, wir haben den Walzer mit Ihm sozusagen "verinnerlicht".

Die Bürgermusik St. Gilgen wird Günther Passin in Würdigung seiner
Leistungen als Musiker und Kapellmeister, aber auch als feinfühligen und
herzlichen Menschen ein dementsprechendes Andenken bewahren.

Lieber Günther, mögest du im Jenseits ein „überirdisches“ Piano erreichen
mit den dir dort anvertrauten Musikern, denn ich bin überzeugt, Du wirst auch
dort Deine musikalische Aufgabe haben.

Vielen Dank für deine Leistungen in 10 Jahren für die Bürgermusik St.
Gilgen.

Die Musikerinnen und Musiker der Bürgermusik St. Gilgen

Johann Stöllinger

Unser ehemaliger Obmann , Ehrenobmann und langjähriges Mitglied der Bürgermusikkapelle St.Gilgen, Johann "Jonny" Stöllinger, ist am Donnerstag, 12.9.2013 verstorben. Die Beisetzung und heilige Messe fand am Mittwoch, dem 18.9.2013 in St. Gilgen statt.

in Dankbarkeit
Die Bürgermusikkapelle St. Gilgen

einen Nachruf findet Ihr hier weiter unten

Nachruf

Johann „Jonny“ Stöllinger

Nachruf der Bürgermusik St. Gilgen

Jonny trat 1962 der Bürgermusik St. Gilgen bei, zuerst als Es-Trompeter, dann als Schlagzeuger und Stabführer, nachdem er zuvor bereits bei der Musikkapelle in seiner Heimatgemeinde Hof tätig gewesen ist.

Er wurde im Jahr 1970 Obmann und diese Funktion übte er bis zum Jahr 1990 aus, also über 20 Jahre führte er die Bürgermusik St. Gilgen durch alle Unwägbarkeiten eines Musikvereines.

20 Jahre Obmann der Bürgermusik bedeutet 20 Jahre lang für einen Verein verantwortlich zu sein, der im Schnitt jeden dritten Tag ausrückt und Verantwortung gegenüber der Gemeinde, dem Tourismus und der Bevölkerung von St. Gilgen hat. Dies ist auch und vor allem in Hinblick auf seinen Beruf als Wirt und Gastronom zu sehen.

Jeder Musiker der unter Obmann Jonny Stöllinger aktiv war, hat seine wertschätzende Art gegenüber jedem einzelnen Kollegen und Musiker erlebt.

Jonny war kein Mann der lauten Worte, und jeder der ihn kannte, kann dies bestätigen.

Jonny hat sich die Probleme die es im Verein gegeben hat, in aller Ruhe angehört und nicht sofort emotionell darauf reagiert, sondern er hat darüber nachgedacht und hat die Meinungen einzelner Musiker, die ihm wichtig waren, in seine Entscheidungen einfließen lassen und hat sie erst dann getroffen.

Vor allem die Jugend, deren Meinung und Wünsche sowie deren Förderung war Ihm wichtig, all dies hat auch seine Entscheidungen mit beeinflusst.

Auch nachdem er sich von der Bürgermusik als Obmann und als aktives Mitglied verabschiedet hat, hat er sich immer wieder über die Geschehnisse im Verein erkundigt, hat seine Meinung darüber geäußert und Ratschläge gegeben. Die Bürgermusik lag Ihm fast sein ganzes Leben am Herzen.

Die Herausforderung, gemischte und inhomogenen Talente zu einem einzigen Klangkörpers zu formen , alle Interessen und Ausbildungen unter „einen Hut“ zu bringen, hat er rückblickend, mit seiner ihm eigenen Art, und das darf durchaus positiv aufgefasst werden, auch mit seiner Schlitzohrigkeit, über 20 Jahre hervorragend wahrgenommen und gemeistert.

Besondere Höhepunkte waren unter seiner Obmannschaft die Musikerausflüge, die er oft gemeinsam mit seiner Traudi organisiert und vorbereitet hat, sie sind die Touren vorher abgefahren und haben nichts dem Zufall überlassen, auch wenn am Ende der Ausflüge aufgrund des anstrengenden und langen Abendprogramms die Informationen seiner Reiseleitung weniger wurden oder er manchmal rechts und links beim Sightseeing aus dem Bus nicht mehr so genau genommen hat….

Ein weiteres Highlight war, wenn er in geselliger Runde, sei es bei ihm im Lokal , bei Ausflügen, auf der Alm oder sogar beim Schifahren, er auf der Trompete seine Paradestücke „auf da Alm da is so lustig“ oder „die Gamsal schworz und braun“, meist solistisch, manchmal nach mehreren Versuchen und Anläufen, um die richtigen Töne zu treffen, aufspielte.
Jonny war ein Musikfanatiker und hat auch über einen dementsprechenden musikalischen Horizont verfügt, er hat sich neben der Blasmusik auch für Klassik, Oper und Operette interessiert und hat auch zahlreiche Konzertaufführungen besucht.

Jonny hat uns noch am 1.9.2013 beim Patroziniumsfest besucht, ohne es zu wissen , haben wir uns noch persönlich bei Ihm verabschieden können …
Er ist zu uns auch die Bühne gekommen, wir haben ihm den Bozner Bergsteigermarsch gespielt, und in seinen Augen war plötzlich ein Funkeln zu sehen, wie wir es bei ihm lange nicht mehr gesehen haben.

Auf seinen besonderen Wunschspielten wir dann noch den Rainermarsch, und wie er beim Trio aufgestanden ist und mitgesungen hat, hatte nicht nur er, sondern auch wir, viele seine langjährigen musikalischen Weggefährten, Tränen in den Augen.

Heute sind wir uns sicher, daß er mit einem Achterl Lagrein auf einer Wolke sitzt und unser Tun und Musizieren wohlwollend von oben betrachtet.

Musik Heil , Jonny , und danke nochmals !

St. Gilgen, 24.9.2013